OM 1000 Maschine

Was ist Diesel?
 

Quelle Wikipedia Diesel ist ein Deonym nach Rudolf Diesel, dem Erfinder des Dieselmotors. Biodiesel ist zwar unter Vorkehrungen auch zum Betrieb von Motoren nach dem Dieselverfahren geeignet, ist aber ein völlig anderer Stoff aufgrund der chemischen Zusammensetzung.

Der TPT®-Diesel ist ein vollwertiger, synthetisch (= dem Original Identisch künstlich nachgebildet) hergestellter Diesel der alle Richtlinien und Mindestanforderungen von mineralischem Dieselkraftstoff gem. DIN EN 590 erfüllt sowie Schiffsdiesel ISO 8217 und sogar die Anforderungen übertrifft was Reinheit, Zünd- und Heizwerte und somit Abgaswerte anbelangt. Hydriert (= entschwefelt) entspricht er der Qualität von hochwertigem Shell „V-Power“ Diesel in Winterqualität. TPT®-Diesel wird aus rein pflanzlich gewachsener Organik hergestellt. Dabei kann jede Art von Abfällen aus der Landwirtschaft genutzt werden um TPT®-Diesel herzustellen. Von Getreideschalen, Reste aus der Zuckerrübenindustrie, Wein- und Obstpressen, bis hin zu Gärreste von Biogasanlagen oder Klärschlamm aus Kläranlagen. Selbst Tiermehl ist möglich. TPT®-Diesel steht somit in keiner Konkurrenz zu Lebensmittel oder der Nutzung  landwirtschaftlicher Produkte. TPT®-Diesel kann vollständig aus landwirtschaftlichen Abfällen erzeugt werden die man sonst in keiner Weise mehr sinnvoll nutzen kann.  Da TPT®-Diesel alle Mindestanforderungen für mineralischen Diesel erfüllt bzw. bessere Eigenschaften aufweist, kann TPT®-Diesel mit jedem handelsüblichen Dieselkraftstoff gemischt werden oder eben zu 100% getankt werden. Im Gegensatz zu Biodiesel/Ethanol enthält TPT®-Diesel keinerlei Spuren von Fettsäuren. Dies wurde in mehreren Instituten unabhängig voneinander intensiv geprüft, analysiert und testiert.

Einsatz:  

Je nach Höhe der Entschwefelung.
PKW + LKW-Diesel, Schiffs- Lok- und Agrardiesel, Heizöl, Stromgeneratoren und alle sonstige dieselbetriebene Antriebsmotoren   

Im Vergleich:                                                      Heizwert                    Cetan
                                        Biodiesel                     = 33 MJ/Liter               
                                        Diesel                         = 36 MJ/Liter                40 - 50
                                        TPT®-Diesel               = 41 MJ/Liter                52,8

Durch den sehr hohen Heizwert hat man einen geringeren Verbrauch. Die Qualität wurde von unterschiedlichen Instituten geprüft, analysiert und testiert.
Siehe Anlage 1.1.: Rohdieselanalyse – DIN EN 590
Siehe Anlage 1.2.: Dieselanalyse – hydriert (entschwefelt)
Siehe Anlage 1.3.: Marine-Diesel – OIL ISO 8217

EN 590

Quelle Wikipedia Die Norm EN 590 beschreibt die Eigenschaften von Dieselkraftstoffen, sie definiert einheitlichen Bedingungen in allen Ländern der EU sowie Kroatien, Island, Norwegen und der Schweiz. Die Norm verweist auf die jeweils zugrunde liegenden Messverfahren. Die NATO F-54 Norm [3] entspricht inhaltlich der Norm EN 590. 

ISO 8217

Quelle Wikipedia  In Deutschland sind die Anforderungen an die Beschaffenheit von Dieselkraftstoff, Gasöl für den Seeverkehr und Schiffsdiesel in § 4 der 10. BImSchV geregelt. So wird etwa der Schwefelgehalt in Dieselkraftstoff für Binnenschiffe seit dem 1. Januar 2011 auf 10 mg pro kg Kraftstoff begrenzt. Für den internationalen Handel richtet sich die Spezifikation an die ISO 8217. 

Zum Vergleich Biodiesel:

Quelle Wikipedia (seltener Agrodiesel), chemisch Fettsäuremethylester, ist ein Kraftstoff, der in der Verwendung dem mineralischen Dieselkraftstoff gleichkommt. Die chemische Industrie gewinnt Biodiesel durch Umesterung von pflanzlichen oder tierischen Fetten und Ölen mit einwertigen Alkoholen wie Methanol oder Ethanol. 

Anmerkung:

Rapsöl und Biodiesel zur Verwendung in der Landwirtschaft sind energiesteuerbefreit. Agrardiesel mit 25,56 Cent teilbesteuert. 

Meilensteine
 

 TPT®-Diesel = Thermisch – Physikalische – Transformation 
 

2002   

Erfolg versprechende Laborversuche an verschiedenen Universitäten und Hochschulen (z.B. TU Karlsruhe, TU Hamburg, FH Münster) 

2006   

Patenanmeldung als TPT®-Verfahren   (thermisch-physikalische-Transformation) 

2008   

Über eine Entwicklungsreihe von nunmehr sieben Maschinengenerationen entstand 2008 der Anlagentyp OM 1000 der heute als Nullserie gilt für die Inputkapazität von mindestens 1.000 kg pro Stunde Biomasse. Der wesentliche Unterschied zu allen bestehenden Anlagen ist, das eine vollautomatische Steuerungstechnik entwickelt wurde, vergleichbar wie in Großkraftwerken, wo alle Prozesse im Verfahren geprüft, geregelt und protokolliert werden. Diese Protokolle liegen im Safe und sind zusätzlich zum Gutachten für Investoren einsehbar.  

2009   

Erfolgreicher Dauerbetrieb ohne Russablagerungen als industrielle Großanlage 08.09.2009 DEKRA Gutachten mit erfolgreichem 100 Stunden Test

2010   

Produktanalyse gemäß mineralischem Dieselkraftstoff nach DIN EN 590             
Produktion von ca. 115.000 Liter TPT-Diesel         
kein Abverkauf des produzierten Diesels möglich, da eine Entschwefelung fehlte

2011   
Demontage der Anlage und Auflösung der Entwicklungsgesellschaft MME aufgrund 2 Probleme:
1. fehlendes Kapital für eine nun notwendige Entschwefelungsanlage. (ca. 400.000,-- €) 
2. fehlender Absatzmarkt für den produzierten Diesel 

2012   

Übernahme von Teilkomponenten durch Eckhardt Siekmann inkl. der produzierten Dieselmenge sowie 100% der Patenrechte (weltweit)  

2013   

Produktanalyse und Freigabe als Schiffsdiesel nach ISO 8217  RME 180:2012 Marine Fuels siehe unter: http://www.exxonmobil.com/MarineFuels

2014    

1. Abnahmevertrag über 4 Mio. Liter/pro Jahr TPT®-Diesel als Schiffsdiesel    
2. LOI´s über die Abnahme ab 2015 von TPT®-Diesel  (Teilentschwefelt) als Heizöl 
3. Versicherungsbestätigung gegen „Allgefahren“ und „Betriebsausfall“ für jede zukünftige Produktionslage.

Verfahrenbeschreibung

Das TPT®-Verfahren (TPT = Thermische - Physikalische - Transformation), beruht auf der Vergasung fester Stoffe durch Erhitzung unter Sauerstoffausschluss. Die Umwandlung geschieht in einem einstufigen Prozess. Bei der Auswahl der Eingangsmaterialien wird von reinen Bioabfällen ausgegangen die nicht extra angebaut werden müssen. Somit in keinem Wettbewerb stehen mit der Nahrungsmittelproduktion wie Pflanzenöl, Korn, Mais usw.. Das Eingangsmaterial wird getrocknet und zu Pulver vermahlen. Es kann fertig per Silo bezogen werden oder als Rohware, wobei dann eine Aufbereitungsstrecke nötig ist. Das Inputmaterial wird zwischen gelagert werden in handelsüblichen Silospeicher. (s. Wikipedia organische Chemie http://de.wikipedia.org/wiki/Organik)

Kernstück der Anlage ist ein Reaktor, der bei Zufuhr organischer Bio-Substanz den Vorgang der Erdölentstehung nachbildet (thermische Direktverflüssigung). Beim Eintritt der Biomasse in ein heißes Ölbad vergast die Biomasse innerhalb kürzester Zeit. Die vorhandenen Kohlen- und Wasserstoffmoleküle werden zu Kohlen-Wasserstoffketten umgebaut und kondensieren im Verlauf des Systems zu hochwertiges, synthetisches Diesel. Durch nachträglichen Wasserentzug entspricht dieser Diesel qualitativ einem mineralischen Diesel und kann jeden herkömmlichen Dieselmotor antreiben. Bei anschließender Entschwefelung entspricht der Diesel der DIN/EN 590 (vergleichbar Shell V-Power mit hohem Heizwert).

Schematische Darstellung
Bei der Verbrennung des Diesels und der Nebenprodukte entsteht kein zusätzliches Kohlendioxid. Alle Prozesse sind CO2–neutral, das bedeutet, nur das ohnehin in der Biomasse gebundene CO2 wird wieder freigesetzt. So entsteht folglich ein CO2–Kreislauf, der die Umwelt nicht mit zusätzlichem CO2 belastet.  

Ein ständig zirkulierender Kontaktölkreislauf wird über einen Reaktor geführt. Über das Pumpsystem und eine Filtereinheit wird das Öl gereinigt und von Rückständen befreit. Im Kreislauf befindet sich auch die elektrische Aufheizung, wo die erforderliche Temperatur für die Reaktion erzeugt wird.

Biomasseneintrag:
Durch ein zweifaches Extruder System wird die Biomasse in Form von Pulver in das heiße Öl gegeben. Hier erfolgt dann die Umwandlungsreaktion.

Dieselgasstrecke:
Das Dieselgas wird über zwei Tauscher abgekühlt. Im ersten Tauscher wird die Viskosität durch die Schwersieder eingestellt und im zweiten Tauscher entsteht dann eine Diesel-Wasser-Fraktion.

Energieversorgung:
Die Energieversorgung der Anlage läuft weitestgehend autark. Das Restgas, welches sich nicht bei der Abkühlung verflüssigen lässt, treibt ein BHKW bzw. einen Generator an. Der entstehende Strom wird für die Energieversorgung der Anlage genutzt. Die Abwärme als Prozesswärme bzw. Vortrocknung.

Zentrifuge:
Eine aus der Herstellung von fossilem Diesel handelübliche  Zentrifugaltechnik trennt das Dieselöl vom Wasser.

Filtereinheiten und Dekanter:        
Diverse Filtereinheiten und Dekanter trennen das Dieselöl von Rückständen und Reststoffen.                       

Folgende Materialien wurden bereits erfolgreich umgewandelt oder sind technisch möglich:

Forstwirtschaftliche Reststoffe:
Holz oder Holzabfälle, Laub, Borken, Äste, Reststoffe aus der Holzweiterverarbeitung  

Reststoffe aus der Landwirtschaft
Stroh, Halme, Reisstroh oder Maishalme, Schilf-, Raps-, Soja-, Zuckerrohrhalme, Bambus, Bananen-, Palmenreste, Reste von Feldfrüchte, Trester von Obst-, Wein-, sonst. Pressungensonstige biologische Abfallstoffe, sowie Gärreste aus Biogasanlagen, Klärschlamm, Kompost Überlauf.